Ein Fußballmanager ist zu 90 % Buchhaltung, die niemand sieht:
Zuschauerzahlen, Ablösesummen, Terminkalender, Verträge. Wenn
daran etwas nicht stimmt, stürzt nichts ab — es fühlt sich nur
falsch an, und man kommt jahrelang nicht drauf.
Deshalb schreibe ich hier auf, was ich finde. Meistens sind das
Fehler in meinem eigenen Code, und meistens hat sie eine Messung
gefunden, nicht ein Absturz. Kein Marketing, keine
Versprechen, keine Termine — nur das, was diese Woche
auf dem Tisch lag.
Gebaut wird mit KI-Unterstützung — Code, Grafik und Texte entstehen
im Wechselspiel mit Sprachmodellen. Was die KI nicht abnimmt, ist die
Entscheidung, was richtig ist: Die Messungen auf dieser Seite
widersprechen regelmäßig dem, was ich vorher vermutet hatte — und
dann gewinnt die Messung.
211 Vereine spielten eine ganze Saison, ohne einen Cent Eintrittsgeld zu sehen
5. September
Dauerkarten haben im Spiel einen Deckel: Ein Verein darf
höchstens 55 % seiner Plätze im Sommer verkaufen. Der Rest
ist Tageskasse — und die ist der Grund, warum sportlicher
Erfolg während der Saison Geld bringt.
Der Deckel hing an der Stadionkapazität. In den unteren
Ligen liegt die Auslastung aber bei rund 30 %: Der
Vorverkauf deckte dort die komplette Zuschauerzahl ab, und
für die Tageskasse blieb nichts übrig. Die Vereine haben
also gespielt, gewonnen, sind aufgestiegen — und am
Spieltag kam kein Geld herein.
- Vereine mit Eintrittsgeld
- 365 von 591
- 591 von 591
Warum das keiner gemerkt hat: Im Kommentar
über der Zeile stand die Gefahr wörtlich beschrieben — „ein
Verein, der sein Stadion voll vorverkauft hat, verdient am
Spieltag nichts mehr, deshalb der Deckel". Der Deckel war
da. Er hat nur nicht das gedeckelt, was er sollte. Ein
Kommentar ist kein Nachweis.
Die Weihnachtsfeier eskalierte im Juli
5. September
Im Spiel passieren Dinge neben dem Platz: Ein Spieler
verpasst das Training, die Familie beschwert sich über die
Arbeitszeiten, der Vorstand wird nervös. Jedes dieser
Ereignisse kann Bedingungen haben — „nur im Dezember", „nur
nach fünf Niederlagen in Folge", „nur wenn die Beziehung
schon schlecht läuft".
Neun dieser Bedingungen wurden nie geprüft. Sie standen in
den Daten, sahen aus wie Bedingungen, und die Funktion, die
sie auswerten sollte, kannte sie schlicht nicht. Unbekanntes
wurde stillschweigend übergangen.
- „Entlassung droht" (nach 5 Niederlagen)
- feuerte nach 5 Siegen
- prüft die Serie
- „Weihnachtsfeier eskaliert"
- feuerte im Juli
- nur im Dezember
- „Scheidung droht" (Bindung unter 20)
- feuerte bei Bindung 95
- prüft die Bindung
Wichtiger als die neun Korrekturen ist der Wächter,
der jetzt danebensteht: Eine Bedingung, die niemand
auswertet, meldet sich künftig von selbst. Sonst passiert
derselbe Fehler beim nächsten Ereignis wieder — und wieder
fällt es fünf Monate lang niemandem auf.
Vereine spielten international und für ihr Land in derselben Woche
5. September
Der Spielplan kennt Europapokalwochen und
Länderspielpausen. In vier Wochen der Saison lagen beide
übereinander — die Vereine spielten dienstags in Europa,
und gleichzeitig waren ihre Nationalspieler unterwegs. Das
gibt es in der Wirklichkeit nicht.
Die Ursache war nicht der Kalender, sondern die
Buchhaltung darüber: Dieselben Termine standen an
vier Stellen im Code, und drei davon waren
Abschriften. Eine trug den Hinweis „abgelesen aus …" im
eigenen Kommentar. Wer eine Liste ändert, ändert die
anderen nicht mit.
Beim Aufräumen fiel auf, dass die Termine auch inhaltlich
falsch lagen: zehn Länderspielpausen statt der realen fünf,
neun davon in der ersten Saisonhälfte, das komplette
Frühjahr frei. Jetzt sind es fünf, verteilt über September,
Oktober, November, März und Juni — und alle liegen auf
Wochen, in denen kein Europapokal stattfindet.
Die WM-Auslosung setzte Gruppengegner gegeneinander — aber nur manchmal
5. September
Nach der Gruppenphase einer Weltmeisterschaft dürfen zwei
Mannschaften aus derselben Gruppe in der nächsten Runde
nicht sofort wieder aufeinandertreffen. Der Prüflauf meldete
genau das — aber nur in zwei von drei Durchgängen. Weil es
unregelmäßig auftrat, sah es nach Zufall aus.
War es nicht. Die Auslosung ging die gesetzten Mannschaften
der Reihe nach durch und gab jeder den ersten passenden
Gegner. Am Ende blieben zwangsläufig Paare übrig, die nicht
mehr durften — und dann wurde die Regel gebrochen. Mehr
Mischen hätte nichts geholfen; das ist kein Zufallsproblem,
sondern ein Zuordnungsproblem.
Jetzt kommt zuerst dran, wer die wenigsten möglichen Gegner
hat, und eine Sackgasse wird durch Tausch mit einer schon
gebildeten Paarung aufgelöst. Fünf Durchgänge, fünfmal
sauber.
„KW 54" stand auf jedem Bildschirmfoto
4. September
Aufgefallen ist es nicht im Spiel, sondern auf dieser
Website: In der Kopfzeile der Bilder stand „Montag,
10. Juli 2028 · KW 54". Ein Jahr hat 52 oder 53
Kalenderwochen. Eine 54. gibt es nicht.
Dort stand die Saisonwoche, beschriftet als
Kalenderwoche. Die Zeile steht auf jedem Bildschirm des
Spiels — und damit auf jedem Bild, das je davon gezeigt
wird.
Nach der Korrektur zeigte der Kopf „KW 27" und der
Wochenkalender darunter „KW 1". Derselbe
Widerspruch, nur umgezogen. Gefunden hat ihn kein
Prüflauf, sondern der Blick auf den fertig gezeichneten
Bildschirm — direkt nach der ersten Korrektur.